Ankauf von ausgewähltem Bernstein

Bernstein ist nicht gleich Bernstein

Trotz seiner sagenhaften Geschichte ist Bernstein nicht gleich Bernstein. Wert und Nachfrage ändern sich von Zeit zu Zeit. Noch vor wenigen Jahren war Bernstein auf dem internationalen Markt und vor allem in China stark nachgefragt. Besonders Objekte aus deutscher Herstellung waren sehr gesucht. Inzwischen sind die Bernsteinpreise deutlich gesunken und der An- beziehungsweise Verkauf lohnt sich wirklich nur bei ganz besonderen Stücken. Eine Ursache für den starken Preisverfall ist auch ein Überangebot an gepressten, synthetischen Bernsteinen. Selbst die Größe eines Bernsteins spielt bei seinem Verkauf nur eine nebengeordnete Rolle. Schmuckstücke mit durchsichtigen, geschliffenen Bernsteinen lohnen inzwischen kaum noch den Verkauf. Wenn Sie ein solches Stück besitzen oder geerbt haben, dann tragen Sie es lieber selbst und haben Sie Ihre Freude daran. Der internationale Markt und die drastisch gesunkenen Preise für Bernstein tun der Schönheit Ihres Schmuckes keinen Abbruch. Ohnehin ist persönlicher Schmuck in erster Linie immer ein ideeller Wert. Natürlich gibt es auch Ausnahmen und an ausgewählten Bernsteinen und Bernsteinschmuck könnte Tozman & Lenz durchaus interessiert sein.

Das Gerücht, Bernstein sei teurer als Gold und könne auf dem Markt sogar bis zu 50 Euro pro Gramm erzielen, hält sich hartnäckig. Aufgrund der stark gesunken Nachfrage sind diese Zeiten allerdings vorbei und so lässt sich Bernstein derzeit bestenfalls für 15 Euro pro Gramm veräußern.

Diesen Bernstein oder Bernsteinschmuck kaufen wir an:

Hochwertiger Bernstein oder Bernsteinschmuck:

Was wir nicht kaufen:

Bernsteinankauf bei Tozman & Lenz

Unser Interesse an Bernsteinen gilt insbesondere geschliffenen Ketten mit runden Perlen in honiggelber oder gelbbrauner Farbe, die nicht durchsichtig sind, sowie Objekten und Schmuckstücken mit Bernsteinschnitzereien. Tozman & Lenz ist ebenfalls interessiert am Ankauf von Rohbernstein aus der Ost- und Nordsee und an ukrainischem, weißen Bernstein. Besonders dunkle Bernsteine sind ebenfalls gefragt und Sie können uns solche gern zur Prüfung vorlegen. Rohbernsteine kaufen wir allerdings erst von einem Gewicht ab 20 Gramm pro Stein an. Auch sehr alter Bernsteinschmuck könnte von Interesse sein. All solche Stücke unterziehen wir einer professionellen Prüfung durch unsere Bernsteinexperten und zahlen gegebenenfalls faire und gute Preise dafür. Sollten Sie über eingangs beschriebene Bernsteine, Schmuckstücke oder Objekte verfügen und diese eventuell verkaufen möchten, können Sie sich gern telefonisch oder per E-Mail mit uns in Verbindung setzen. Tozman & Lenz ist auch immer zu den Geschäftszeiten in der Havelpassage in Hennigsdorf persönlich für Sie da.

Verschiedene Optionen beim Verkauf

Sie haben bei Tozman & Lenz zwei Optionen für den Verkauf von ausgewählten Bernsteinen. Entweder Sie bestellen online unsere versicherten Versandtaschen und senden uns die Stücke zu oder Sie kommen persönlich in unser Fachgeschäft für Schmuck und Edelmetallhandel. In beiden Fällen nehmen wir eine gründliche und fachmännische Analyse Ihrer Bernsteine oder Ihrer Schmuckstücke mit modernster Technologie vor. Sollten Sie, was den Wert Ihrer Bernsteine betrifft, unsicher sein, können Sie uns vorab auch gern ein Foto oder ein Video mit einer Kontaktanfrage zusenden. Mit geübtem Auge erkennen wir dann in der Regel schnell, ob unsererseits ein Interesse bestehen könnte oder ob sich der Aufwand des Versands oder eines Besuchs unseres Geschäfts eher nicht für Sie lohnt. Wenn wir Ihren Bernstein oder Bernsteinschmuck ankaufen möchten, ergeht Ihnen so schnell wie möglich oder umgehend in unserem Geschäft ein seriöses und angemessenes Angebot. Wenn Sie das Angebot annehmen, wird der Ankauf transparent und natürlich diskret abgewickelt. Als Kunde in unserem Geschäft erhalten Sie sofort Ihr Bargeld. Beim Ankauf über den Postversand überweisen wir Ihnen umgehend den Betrag.

Der Bernstein

Der Bernstein ist ein faszinierender Schmuckstein. Bernstein ist fossiles, mindestens eine Millionen Jahre altes Harz, dass in undurchsichtiger, milchig gefärbter und klarer Form vorkommt. Der “Brennstein” kann ganz unterschiedlich von hellgelb, honiggelb und weißlich über orangerot bis hin zu bräunlich gefärbt sein. Manche Bernsteine haben Einschlüssen von Tieren wie Insekten und Pflanzen wie von Kiefern und anderen Nadelhölzern aus dem Tertiär. Schon in der Jungsteinzeit wurden aus Bernsteinen Schmuckstücke gefertigt. Die Griechen nutzten den leichten Edelstein als Tauschmittel für Luxusgüter und nannten ihn wegen seiner elektrostatischen Eigenschaften Elektron oder auch Hellstein. Bei verschiedenen antiken Völkern wurden Bernsteine auch die Tränen der Sonne oder die Tränen der Götter genannt. Auch im Mittelalter war Bernstein hochgeschätzt und galt beispielsweise im Baltikum als offizielle Zahlungsmittel. Feudalherren ließen von ihren Untergebenen Bernstein gewinnen. Wurde jemand dabei erwischt, wie er die Steine auf eigene Rechnung veräußerte, konnte ihm sogar die Todesstrafe drohen.

Fossiles Harz zu Goldfarbe erstarrt

Bereits der altgriechische Philosoph und Gelehrte Aristoteles erkannte, dass die Bernsteine ursprüngliche Pflanzensäfte in erstarrter Form sind. Die alten Römer nutzten den Bernstein für verschwenderischen und dekadenten Luxus. Obwohl laut des römischen Gelehrten Plinius dem Älteren kleine Bernsteinfiguren teurer als ein Sklaven waren, trank man in gehobenen Kreisen sogar aus Bernsteingefäßen. Der wertvolle Bernstein von der Ostseeküste wurde seit der Bronzezeit von seinen Fundstellen in weit abgelegene Gebiete bis nach Venetien und Asien verbracht. Das berühmte Bernsteinzimmer des preußischen Königs Friedrich I. gilt bis heute als verschollen, bietet immer noch reichlich Stoff für Spekulationen und ist Objekt der Begierde für so manchen Schatzsucher. Ein Nachfolger Friedrich I. tauschte das prächtige Zimmer später gegen groß gewachsene Soldaten mit Zar Peter I. Die Wehrmacht erbeutete das barocke Kunstwerk im Zweiten Weltkrieg und brachte es ins Königsberger Schloss, von wo es beim Vormarsch der Roten Armee ausgelagert und nie mehr gesehen wurde.

Bernsteinvorkommen weltweit

Es gibt auf der Welt zahlreiche und ganz unterschiedliche Bernsteinfundorte. Insgesamt werden etwa 80 Arten von Bernsteinen unterschieden, wobei die meisten davon in eher geringen Mengen vorkommen. Bekannt ist der rumänischen und der sibirische Bernstein, aber auch solcher aus Mitteldeutschland oder Ostafrika. Unter Fachleuten werden Bernsteine je nach Herkunft als Succinit, Gedanit, Bitterfeldit, Beckerit, Glessit oder Goitschit bezeichnet. Das Alter von Bernstein lässt sich nur schwer oder auch gar nicht bestimmen. Die ältesten Bernsteine sind Schätzungen nach um die 300 Millionen Jahre alt. Bestimmen lässt sich das Alter nur über die eingeschlossenen Sedimente oder Lebewesen, wenngleich selbst diese nicht dasselbe Alter haben müssen wie der Bernstein. Anders ist es bei dem Bernstein aus dem südöstlichen Ostseeraum, der als Baltikum bekannt ist. Hier befinden sich die bedeutendsten Bernsteinlagerstätten der Welt unweit der Danziger Bucht. Die von dort stammenden Bernsteine kommen vor allem von der Halbinsel Samland, die zwischen Frieschem und kurischem Haff gelegen ist und heute zu Russland gehört. Der Bernstein lagert dort in einem Sediment, das als “Blaue Erde” bezeichnet wird. Diese Blaue Erde wurde vor 35 Millionen Jahren im Obereozän abgelagert. Die von hier stammenden Rohbernsteine sind von besonderer Qualität und können durchaus wertvoll sein.